Wochenplan 11.10. bis 15.10.

Liebe Kunden und Freunde,
kalt ist´s geworden. Für Erwärmung von Leib und Seele sorgen

Mo
BERNER WÜRSTL
Di
KÄSE-SPÄTZLE
Mi
SCHWEINSBRATEN
mit Kraut u. Knödel
Do
SPAGHETTI BOLOGNESE
Fr
A LA CARTE

Nicht das Thermometer, 55 595 ist wichtig.

Corona

Liebe Kunden und Freunde,
natürlich gelten alle Corona-Maßnahmen auch
für uns, d.h. bis auf weiteres halten wir unser
Geschäft geschlossen.
Sie können aber selbstverständlich Ihre Oster-
bestellung unter 0664 4941213 durchgeben.
Jetzt heißt`s aber Kopf hoch und nicht den Mut verlieren,
Euer Kranzelbinder-Toplitsch-Team

Lebensplan

VENEDIG

„Alle Städte sind gleich, nur Venedig ist ein bisschen anders“ lässt Friedrich Torberg seine Tante Jolesch sagen. Der Ironie dieser Ansicht wird man sich bereits beim ersten Beschnuppern dieses urbanen Juwels bewusst.

Seit einigen Jahren ist es fast schon zum Brauch geworden, dass meine Frau und ich am Beginn der Adventszeit, hängt mit dem Geburtstag meiner Frau im Dezember zusammen, dieser faszinierenden und stets neu zu entdeckenden Stadt einen Besuch abstatten.
Es gibt keine touristenfreie Zeit in Venedig, wohl aber eine touristenarme Zeit, nämlich von Dezember bis zum Beginn des Karnevals.

Nach nunmehr schon in Dutzenden zu zählenden Besuchen in der Lagune hat sich mittlerweile so etwas wie ein Insiderwissen, wenn auch in bescheidenem Ausmaß, ergeben.
Auch wenn es angeberisch klingt, aber es gibt „Stammlokale“ ohne deren Besuch wir nicht von Venedig abreisen würden.

Quelle: www.veneziasi.it

In einer dieser Osterien kommen wir nicht umhin eine nur in dieser Zeit erhältliche und für Venedig typische Spezialität zu genießen, nämlich MOECHE.
Das sind Krabben, ca. handtellergroß, die kurz nach dem Abwerfen des Panzers in der Lagune gesammelt werden. Des sonst natürlich nicht essbaren Chitinmantels entledigt, isst man diese in göttlicher Weise zubereiteten Tiere, begleitet von einer, meistens jedoch mehreren, Ombra ( Gläschen Wein) als Zwischdurchhappen oder als Vorspeise zu einem Fischmenü.

Von weiteren venezianischen Feinheiten , wie FEGATO DI VITELLO, PASTA NERA, CANNOSCE usw. zu berichten wäre müßig, da jene ganzjährig erhältlich sind.
Es ist sowohl die zeitliche als auch mengenmäßige Beschränktheit, die diese MOECHE zu einer so besonderen Spezialität aus der cucina veneziana machen

RADKERSBURG

Da Bluattommerl

Um überhaupt hinter das Geheimnis des Wortes „Tommerl“ zu gelangen (ausgesprochen: TAUOMMAL), bedarf es einer Erklärung der Südost-steirischen Küchen-Terminologie. Es gibt zwei Gruppen von Speisen, die Mehl in der Rezeptur aufweisen, soll heißen – Mehlspeisen.
Schnell und unaufwändig zubereitete Mehlspeisen firmieren unter dem Namen „TOMMERL“.
Im Gegensatz dazu kennt der Südsteirer auch den so genannten „Poggerl“ (ausgesprochen POUGGAL), ebenfalls eine Mehlspeise, aber diesmal ein wenig ideenreicher, aber immer noch von bescheidener Ingredienz.
Dann erst kommen die „feinen“Mehlspeisen, wie Torten oder „ÜBERZOGENE FLECKEN“; wobei die Erklärung der Rezeptur derer bei weitem den vorgegebenen Rahmen sprengen würde.

Soviel nur als Präludium zum Thema.

Es war zu der Zeit als man im ausgehenden Herbst, respektive beginnenden Winters allerorts zur Schlachtung schritt. Selbstverständlich war der richtig Mond der Datumsgeber für den Tag der Schlachtung. Im Gegensatz zu heute wurde ja vom geschlachteten Tier nichts, aber auch gar nichts, als den heute so bezeichneten „Schlachtabfall“ entsorgt.
Die einlagerungs- und verarbeitungsfähigen Teile waren ohnehin ihrer weiteren Bestimmung zugeordnet :Schinken, Speck, Verwurstung. Mit den weniger edlen Teilen (Kopf, Haxl, Schwarten) wurde eine feine Sulz gemacht. Sogar die Borsten wurden für den damals noch agierenden Bürstenbinder (eine sehr staubige Angelegenheit, daher der Ausdruck: Der sauft wie a Bürstenbinder) aufbewahrt.

Selbstverständlich wurde auch das bei der Schlachtung austretende Blut in einem Behälter („Lavur“) aufgefangen und einer weiteren Verarbeitung zugeführt. Sämtliche Innereien, wie Hirn, Leber, Milz, Magen und Beuschel (Lunge und Herz) wurden zu Maischerl oder sonstigen Schlachtschmäusen verarbeitet, zu denen nun besagter „Bluttommer“vollinhaltlich gehört.

Die Rezeptur ist auch für autistische ,grenzdebile, kommunikationsgehemmte, alkoholabhängige und zur Selbstverstümmelung neigende Hobbyköche leicht nachkochbar:

Quellennachweis: www.museum-joanneum.at/

Quellennachweis:www.museum-joanneum.at/

BLUT – MILCH im Verhältnis 1:1,
Majoran,
Pfeffer,
Salz
- u n d –
EIN
Löffel Mehl.

Das ganze in eine flache Terrine geben und bei 150 grad im Rohr lassen, bis die ganze Masse sich verdreifachend über den Rand quillt.

Man möchte mehrerlei Tatsachen nicht für möglich halten, nämlich

  1. wie simpel und einfach die Herstellung ist (siehe oben)
  2. wie gut so etwas schmecken kann
  3. wie sicher es ist, eine derartige Köstlichkeit in keinem noch so angesagten Feinschmeckerlokal zu erhalten, mangels Zugang zu schlachtfrischem Blut.

Jedoch, lieber Leser, sollte es sich in irgendeiner entfernten, noch nicht zivilisationsverdorbenen Länderei ergeben, zu dieser Köstlichkeit Zugang zu erlangen – GREIFEN SIE ZU.

ROM

Wie nähert man sich einer solch gewaltigen Stadt, die bereits in ihrem Namen, nämlich die „ewige“, schier unerschöpfliches Erforschungspotential in sich birgt? »» ROM

FLORENZ

Schon der Name der Stadt verheißt dem Besucher Blüte, Pracht und Opulenz, derer man schon beim ersten, nicht tiefer dringenden Spaziergang gewahr wird. Über die kulturelle und architektonische Vielfalt an dieser Stelle zu referieren, wäre angesichts der Hundertschaften von Städteführern, Reisebeschreibungen, Baedekers, Dumonts und wie auch immer gearteter, beschreibender Literatur, ein nahezu hochmütiges Unterfangen.

»» FLORENZ

PALERMO

Wanderer kommst Du nach…… PALERMO

Wenn es Sie einmal in größte und zu unrecht gefürchtetste Stadt Siziliens verschlägt, verabsäumen Sie nicht einen Besuch auf dem herrlich morbiden und scheinbar dem Verfall preisgegebenen VUCCIRIA – Markt. Inmitten der Altstadt, ein Gewirr von Textil-, Schuh-, Gemüse- u. Obstständen, umringt von zahlreichen Wein- u. Schnapsausschankbuden mit abenteuerlichstem Klientel, steht nur vormittags der kurioseste „STANDLER“ des gesamten Marktes. »» PALERMO

Willkommen

Liebe Kunden u. Freunde,

willkommen auf der Website von Fritz Kranzelbinder.

Diese Seite soll nicht nur Information über Produkte, Angebote und  Bestellformalitäten geben, sondern auch einladen interaktiv  mitzuwirken. Einige Querverbindungen sollen zum Lesen, vielleicht sogar zum Nachdenken und vor allem zum Einbringen von eigenen Gedanken, Erfahrungen und Berichten anregen.

Es würde mich freuen,  wenn abseits von Massenware ein kleines, aber feines Forum von und für Individualisten und Feinspitze entstehen könnte.

Also zögern Sie nicht und schreiben Sie einfach über und von dem  Sie glauben, dass es  zu den diversen Themen passen könnte – von eigenen Reise- u. sonstigen Erlebnissen, spezielle Orts- und Lokalempfehlungen, Selbsterlebtes oder vielleicht sogar Erträumtes.

Vielleicht werden Sie bei einem Ihrer nächsten Ausflüge dadurch sogar animiert, bewusst ausgetretene Pfade zu verlassen und neue Ecken und Winkel zu erobern, die vielen weniger „mutigen“ verschlossen bleiben – also auf zu neuen Wegen.